50000 Euro Kredit

50.000 Euro Kredit – diesen Einfluss hat die SCHUFA

Wer einen 50000 Euro Kredit beantragt, muss sich einer strengen Bonitätsprüfung unterziehen. Dabei bewertet der potenzielle Kreditgeber nicht nur anhand eigener Kriterien, sondern holt zudem auch noch eine Bonitätsauskunft bei der SCHUFA ein. Welche Daten hierbei Einfluss auf die Kreditvergabe haben, schildern wir nachfolgend.

Die Unterschiede: harte und weiche SCHUFA Einträge beim 50000 Euro Kredit

Die eingetragenen Daten in der SCHUFA Auskunft müssen nach Ablauf der gesetzlichen Löschfrist aus der SCHUFA Auskunft entfernt werden. Diese betragen bei:[i]

  • Angaben über Anfragen, dazu zählen auch Kreditanfragen – zwölf Monate
  • alten Krediten – drei volle Jahre ab ja der Rückzahlung
  • Daten von nicht vertragsgemäß abgewickelten Geschäften bei Begleichung – drei Jahre
  • Schuldnerverzeichnisse der Amtsgerichte – drei Jahre
  • Kundenkonten bei Versandhäusern und Co. – fünf Jahre

Die sogenannten weichen SCHUFA Einträge lassen sich unter bestimmten Voraussetzungen auch vorzeitig aus der SCHUFA Auskunft entfernen. Denn im Gegensatz zu den harten Einträgen setzen sie eine Interessenabwägung voraus, bevor diese übermittelt, gespeichert und gegeben werden. Außerdem dürfen neutrale oder positive Daten, wie beispielsweise Vertragsdaten (Mobilfunkverträge, Girokonten oder Kreditkarten) nicht ohne Einwilligung des Betroffenen übermittelt werden, da hier kein überwiegend berechtigtes Interesse einer dritten Person besteht. Daher müssen Betroffene bei Vertragsunterzeichnung die sogenannte SCHUFA Klausel unterschreiben, mit der sie ihre Einwilligung ausdrücklich erklären.

Interessenabwägung bei harten SCHUFA Einträgen

Handelt es sich hingegen um harte SCHUFA Einträge, so ist die Datenübermittlung auch ohne vorherige Genehmigung möglich. Denn hier fällt die Interessenabwägung bereits von vornherein gegen den Verbraucher aus. Bei den harten SCHUFA Einträgen handelt es sich um unzweifelhafte Angaben, aus denen zu entnehmen ist, dass der Verbraucher zahlungsunwillig oder zahlungsunfähig ist. Dies wurde durch verschiedene gerichtliche Entscheidungen bestätigt.

Harte SCHUFA Einträge sind:

  1. eidesstattliche Versicherungen
  2. Zwangsvollstreckungen
  3. Haftbefehle
  4. Scheckbetrug
  5. Insolvenzen

Wird der Eintrag und von harten SCHUFA Einträgen beseitigt, so können auch diese gelöscht werden. Zum Beispiel im Fall einer eidesstattlichen Versicherung oder eines Haftbefehls, wenn die zugrundeliegende Forderung erledigt ist und dies nachgewiesen wird.

Weiche SCHUFA Einträge bei einem 50000 Euro Kredit

Weiche SCHUFA Einträge sind:

  1. einseitige Maßnahmen der Vertragspartner
  2. nicht endgültig gerichtlich geklärt Vorgänge
  3. Mahnbescheide
  4. Mahnungen
  5. Inkassoverfahren
  6. Kontenkündigungen
  7. Kündigung von Krediten
  8. Kündigung von sonstigen Vertragsbeziehungen

Bei diesen weichen SCHUFA Einträgen muss im Einzelfall immer eine Interessenabwägung stattfinden, denn nicht jeder der zuvor genannten Vorfälle lässt zweifelsfrei auf eine Zahlungsunwilligkeit oder Zahlungsunfähigkeit schließen. Denn es gibt durchaus Gründe, die eine Zahlungsverweigerung begründen. Zum Beispiel dann, wenn die Lieferung nicht ordnungsgemäß erfolgte. Stellt dann der Gläubiger trotzdem einen Mahnbescheid, deutet dies nicht gleichzeitig auf eine Zahlungsunwilligkeit hin. Erfolgt vor Eintragung eine Benachrichtigung an dem Betroffenen, so geht die SCHUFA automatisch davon aus, dass die Datenübermittlung keine schutzwürdigen Belange des Verbrauchers verletzt.

Tipp: Widerspruch bei unzulässigen Einträgen

Werden überwiegende Interessen verletzt und besitzt der Schuldner hierfür konkrete Anhaltspunkte, so kann er einen Widerspruch einlegen. Gründe für eine Interessenverletzung sind unterschiedliche Auffassungen zu der rechtlichen Beurteilung des Sachverhalts oder auch vertragliche Leistungsstörungen. Dadurch ist es möglich, vorzeitig einen weichen SCHUFA Eintrag aus der Datei löschen zu lassen. Ob dies tatsächlich erfolgt, ist davon abhängig, ob die Begründung des Widerspruchs reicht und hängt daher von dem Einzelfall ab.

Inzwischen haben viele Gerichte zugunsten der Verbraucher entschieden. Darunter zum Beispiel auch die Übermittlung einer Konto Kündigung, die wegen einer Überziehung des Dispokredits erfolgte. Dieser Eintrag war nach Auffassung des OLG München rechtswidrig und musste gelöscht werden. Die Begründung beruht darauf, dass immer eine Abwägung der Interessen sämtlicher Beteiligter erfolgen muss: Vertragspartner, Betroffene und Dritte, die Interesse am Eintrag haben könnten. Das Verhalten des Verbrauchers ist ausschlaggebend für eine Entscheidung für die Übermittlung der Daten oder dagegen. Das Gericht hat in seinem Urteil bestimmt, dass für die Zahlungsunfähigkeit und Zahlungsunwilligkeit des Verbrauchers deutlichere Anhaltspunkte zu finden sein müssen. Daher muss der Vertragspartner – im Fall eines Kredits die Bank – die Umstände bei der Interessenabwägung glaubhaft machen und darlegen. Sind dabei Fehler unterlaufen, so hat der Verbraucher einen Anspruch auf Löschung des negativen SCHUFA Eintrags, selbst dann, wenn die Tatsachen selbst inhaltlich zutreffend sind und einen Eintrag eigentlich begründen.

[i] http://www.focus.de/finanzen/recht/schufa/fristen_aid_8934.html

 

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